"Bin ich jetzt schon drin?" - Werbung im Internet (1/4)

Simon Döring Online-Marketing
Simon Döring

Immer mehr Menschen sind online. Daraus resultieren gerade für die Werbung neue Möglichkeiten die eigene Zielgruppe zu erreichen, die weit über eine attraktive Homepage hinausgehen. Anhand vier kurzer Beiträge geben wir einen Einstieg, warum und wie der Naturkostfachhandel diese Potentiale nutzen kann…

In den folgenden Beiträgen möchte ich diese Themen behandeln:

  1. Ist Online-Marketing für den Naturkostfachhandel notwendig?
  2. Die neue Form der Werbung: Soziale Netzwerke
  3. Den Kundendialog im Netz fortsetzen: Effizienter Service
  4. Fallbeispiel: Gelungenes Online-Marketing im Naturkostfachhandel

Durch diese Reihe möchten wir auch bei "Internet-Laien" ein bisschen Interesse wecken, sich doch mal mit dem Thema zu beschäftigen. Es gibt so viele Möglichkeiten das eigene Geschäft im Netz zu präsentieren oder zu werben, dass es sich in jedem Fall lohnt zumindest über die Chancen nachzudenken. Viel Spaß!


„Bin ich jetzt schon drin, oder was?!“

Ein Klassiker: AOL-Werbung von 1999
Ein Klassiker: AOL-Werbung von 1999

Mit dieser Frage läutete Boris Becker Ende der 90er-Jahre das Internetzeitalter für den Durchschnittsbürger ein. Seitdem hat sich viel verändert. Als Unternehmen oder Privatperson online (also „drin“) zu sein ist heute eigentlich selbstverständlich. Wir schreiben keine Briefe, sondern Emails. Anstatt ein Lexikon zu wälzen, „googeln“ wir. Entsprechend stellen sich auch dem Unternehmer neue Fragen, die über eine eigene Homepage weit hinaus gehen: Brauche ich eigenlich einen Facebook-Auftritt? Welche Themen passen in meinen Newsletter? Sollte ich vielleicht auch einfach mal etwas „twittern“? Oder sollte ich auch Anzeigen im Internet schalten?

 

In einer Zeit, in der inzwischen jeder dritte Deutsche täglich eine Stunde in Facebook verbringt und jeder mit seinem Smartphone überall online sein kann, haben sich auch die Anforderungen an das Marketing verändert. Doch was bedeutet diese Entwicklung für die Werbung? Und welche Chancen ergeben sich daraus konkret für den Handel mit Bio-Produkten und die Inhaber eines Naturkostfachgeschäfts?

 


Ist Online-Marketing für Bio-Händler notwendig?

Wer heute immer noch keine Homepage hat, gehört absolut zur Ausnahme. Nahezu jedes Unternehmen hat eine mehr oder weniger moderne Internetpräsenz.

Der Grund ist relativ einfach: Die Menschen suchen sich ihre Informationen heute online! Egal, ob gezielt ein Produkt gesucht wird, man die Telefonnummer eines Lieferanten verlegt hat oder überlegt wo man heute abend essen möchte… Die Antwort steht im Netz! Überprüfen Sie sich einfach selbst: Wann hatten Sie zum Beispiel das letzte Mal ein Telefonbuch zur Hand? Wie informieren sich Ihre Kinder? Lesen die noch regelmäßig Zeitung?

Fakt ist, die Kommunikation verschiebt sich immer mehr ins Netz...

 

Die Konsequenz daraus ist hart: Wer online nicht gefunden wird, existiert in der Realität von vielen Menschen gar nicht mehr! Das muss man nicht gut finden, aber als Unternehmen komme ich nicht daran vorbei: Zumindest eine simple Internetseite mit meinem Produktangebot und einer Kontaktadresse muss ich heute eigentlich haben. Glücklicherweise ist es inzwischen vergleichsweise kostengünstig und einfach einen zeitgemäßen Internetauftritt zu realisieren. Auch Technik-Laien können problemlos ein eigenes Layout und eigene Inhalte ins Netz bringen. Entscheidend ist lediglich der Servicegedanke und die  Individualität in der Umsetzung.

 

Dies gilt natürlich auch für Naturkosthändler:

Der potentielle Kunde von heute sucht eben auch online nach der nächsten Einkaufsmöglichkeit. Und gerade die Menschen, die sich bewusst ernähren und Wert auf die Herkunft ihrer Lebensmittel legen, sind darauf angewiesen, diese Informationen auch im Internet zu finden: Mit einem eigenen persönlichen Onlineauftritt haben Sie also die Chance, genau Ihre Zielgruppe zu erreichen und authentisch zu zeigen was das überzeugende Alleinstellungsmerkmal in Ihrem Bioladen ist!

Simon Döring


Lesen Sie in Teil 2, warum sich die

 

Kommunikation in sozialen Netzwerken wie Facebook

 

von traditioneller Werbung unterscheidet, und welche Chancen sich daraus für den Naturkostfachhandel ergeben