Den Sommer sinnvoll nutzen!

Das erste Halbjahr von 2014 ist schon geschafft. Für viele ist dies der Beginn von Ferienzeit und Urlaubszeit und vor allem auch eine verdiente Erholungszeit. Die in der Regel etwas ruhigeren Sommermonate kann man aber auch als Gelegenheit nutzen sich Zeit für strategische Entscheidungen zu nehmen. Dazu ein paar Vorschläge von Karin Lösch...


"Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,

sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer."

Lucius Annaeus Seneca (römischer Philosoph)


Sommer, Sonne, Bioladen...

Auch die Kunden im Naturkostfachhandel nutzen die Ferien und schönen Monate im Sommer gelegentlich für einen Urlaub. Außerdem wird traditionell weniger gegessen und gekocht, in der Folge also auch weniger eingekauft. Händler spüren dies im Umsatz - das "Sommerloch" kommt mit verlässlicher Sicherheit im Juni oder Juli und hält bis zum September an.

Vielleicht findet sich die Zeit, sich selbst mal aus dem Ladenalltag rauszunehmen und sich anderen Dinge zu zuwenden: Abzuschalten, neue Kraft zu tanken oder vielleicht einfach mal ein spannendes Buch zu lesen oder sich eine Auszeit am Strand oder Meer zu nehmen. Oder auch die vielen gestapelten - und veralteten - Zeitschriften und Zeitungen zu lesen die sich seit dem letzten Sommer angesammelt haben (um sie dann endlich zu entsorgen).

Diese Auszeit kann aber auch dazu genutzt werden, den Alltag oder die Dinge, die in letzter Zeit vorgekommen sind zu reflektieren und auch die eine oder andere Entscheidung zu überprüfen und ggf. neu zu treffen. Gerade die für die zukunftswesentlichen Entscheidungen sind zu treffen, damit man auch in den nächsten Jahren noch am Markt und Standort gut aufgestellt bleibt. Dabei ist es wichtig eine eigene Bestandsaufnahme zu machen und dabei auch die Marktgegebenheiten und -entwicklungen zu beachten. Nur wer seine eigene Situation kennt und sich auch mit seinen ZDF's (Zahlen, Daten Fakten) aktiv beschäftigt, bleibt wettbewerbsfähig. Vielleicht hilft ja auch ein als Leidensdruck empfunder Vorgang um die eigene Situation anzupacken...

 

Hierzu ein aktuelles Beispiel aus der Praxis: die Diskussion um das neue Gesetz über den Mindestlohn in Deutschland. In der TAZ konnte man da schon vor Jahren lesen, dass die Bezahlung in der Branche eher unterdurchschnittlich ist. Was diese gesetzliche Veränderung für Auswirkungen auf die einzelnen Betriebe hat, wird die Zukunft zeigen. Hand aufs Herz, nicht jeder kann oder will den Mindestlohn bezahlen, aber das Gesetz ist verabschiedet, und aussitzen ist keine Lösung. Daher ist es für den inhabergeführten Fachhandel heute wichtig, die unternehmerischen Weichen für die Zukunft zu stellen! Nur eine Anpassung des Stundenlohnes kann für die einzelnen betroffenen Mitarbeiter nicht die Lösung auf Dauer sein. Vielmehr bedarf es einer strategischen Entscheidung, wie zukünftig eine gerechte Bezahlung für die Mitarbeiter - bei ggf. gleicher Umsatz- und Kostensituation - im eigenen Betrieb möglich ist. Es kann sein, dass unterschiedlichen Szenarien überlegt und wieder verworfen werden bis eine individuelle, praktikable Lösung für das Thema "Mindestlohn" gefunden wird. Auch dies als von außen eingebrachtes Thema kann als Chance verstanden werden, die bisher ungenutzte Potenziale zu identifizieren und im eigenen Betrieb erfolgreich einzusetzen.


Erfagruppen und Gründercoaching

Vielleicht hilft auch gerade in solchen Situationen ein Anruf oder Besuch bei den Kollegen in der Erfagruppe, um sich bei einem Kaffee in Ruhe  auszutauschen. Oder es fällt der Entschluss, mit Hilfe eines professionellen Coachings zu sinnvollen Entscheidungen für die Nachhaltigkeit des eigenen Lebenswerkes zu kommen. Bis Ende des Jahres bleibt die Chance, hier noch das Förderprogramm Gründungscoaching zu nutzen.

 

Die gute Nachricht am Schluss:

Noch sind in 2014 sechs Monate Zeit um Neues zu wagen und zu reagieren!

 

In diesem Sinne: Schöne Urlaubszeit!