Biofachhandel: Gutes Ergebnis in 2014

Der Trend der letzten Jahre bleibt bestehen: Die ersten Auswertungen unseres ContRate-Betriebsvergleichs lassen auf eine positive Entwicklung im Jahr 2014 schließen. Umsätze und Erträge steigen, im Durchschnitt konnten die Teilnehmer das Betriebsergebnis deutlich verbessern...


Stabiles Wachstum in der Branche

Gesunde und nachhaltige Ernährung wird für immer mehr Menschen ein wichtiges Thema, "Bio" ist längst auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen! Inzwischen gibt es im Einzelhandel kaum noch einen Lebensmittelanbieter ohne Bio-Sortiment, selbst in den großen Discountern findet man an unterschiedlichen Stellen auch Produkte aus ökologischer Herstellung. Die Bio-Branche boomt seit Jahren, und auch der Fachhandel kann allem Anschein nach von dieser Entwicklung profitieren:

Der durchschnittliche Teilnehmer am ContRate-Betriebsvergleich erzielte im Jahr 2014 einen Umsatz von 1,78 Millionen Euro, was einem Wachstum von 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Wie jeder Händler weiß, kann man "vom Umsatz alleine aber nicht leben" - daher analysieren wir in unseren Auswertungen die Kosten- und Ertragsstrukturen, und können so auch Aussagen zu wirtschaftlichen Zusammenhängen und zur Rentabilität in den Fachgeschäften treffen.


Handelsspanne und Personalkosten steigen

Aktive eigene Kalkulation und individuelle Sortimentsgestaltung ermöglichen dem Fachhandel direkten Einfluss auf die eigenen Erträge zu nehmen: Hohe Produkt- und Beratungsqualität müssen sich letztlich auch in der Preissetzung wiederspiegeln, wenn das Geschäftsmodell langfristig funktionieren soll. Die realisierte Handelsspanne konnte im vergangenen Jahr auf hohem Niveau nochmal gesteigert werden, und liegt jetzt bei 34,1 Prozent. Wirft man einen Blick auf die Kostenstrukturen im Fachhandel, wird auch deutlich dass diese stabile Ertragsstärke auch notwendig ist um rentabel zu arbeiten.

 

Zum 01.Januar 2015 wurde in Deutschland der flächendeckende Mindestlohn eingeführt. In den politischen Diskussionen wurden insbesondere mögliche Folgen für kleine Unternehmen und Branchen mit niedrigen Löhnen diskutiert, die durch das neue Gesetz unter Umständen in Schwierigkeiten geraten könnten...

Auch im inhabergeführten Bio-Fachhandel mussten sich einige Betriebe auf die neue Situation einstellen, gerade in ländlichen Regionen kam es vor dass Aushilfen weniger als die jetzt vorgeschriebenen 8,50 Euro bezahlt bekamen. Die Unternehmer haben in der Regel schon vor dem Stichtag reagiert, und die Löhne angepasst. Auch größere und erfolgreiche Einzelhändler wollen die Mitarbeiter an den guten Ergebnissen der letzten Jahre in Form von Prämien oder Gehaltserhöhungen partizipieren lassen. In der Folge stieg der Anteil der Arbeitskosten im Jahr 2014 von 19,6 auf 20,1 Prozent. Dennoch wurde der durchschnittliche Gewinn in einem inhabergeführten Biomarkt auf 3,2 Prozent vom Umsatz gesteigert - ein Zeichen für gute unternehmerische Entscheidungen!

Vergleichsbasis für Einzelbetriebe

Kennzahlen wie Handelsspanne und Kostenquoten ermöglichen Inhabern, das eigene Tun auf wirtschaftlicher Basis zu überprüfen: Durch die Teilnahme am Betriebsvergleich ermöglichen wir Einzelhändlern, die eigenen Strukturen mit anderen Betrieben ähnlicher Größe zu vergleichen und so eigene Stärken und Schwächen zu erkennen. In der Grafik werden die durchschnittlichen Werte aller Teilnehmer gezeigt, was zumindest eine erste Einordnung ermöglicht.



Die Teilnehmer erhalten in ihrer Auswertung über 100 detaillierte Kennziffern des eigenen Unternehmens und die Kennzahlen Ihrer Vergleichsgruppen (nach Fläche und Betriebstyp) als Orientierung. Die Ergebnisse sind leicht verständlich in einer ausführlichen Mappe mit Graphiken und Tabellen dargestellt.

 

Für Fragen rund um den Betriebsvergleich, rufen Sie uns einfach an!

 

Simon Döring