Frischer Wind - im Team und in der Branche

Hallo meine Lieben,

seit November gehöre ich, als Trainee im Ökolandbau, nun auch zum Team von Klaus, Simon und Monika.

Und bis jetzt kann ich sagen, ich bereue nichts!

 

Im Arbeitsalltag, mit der Teilnahme an einer Erfahrungsaustauschgruppe und beim 7.Marktgespräch in Kassel, konnte ich bereits erste Eindrücke von der Bio-Branche und dem Naturkostfachhandel sammeln. 


"Frischen Wind bringe ich auf jeden Fall mit!"

Und das nicht nur, weil ich die jüngste bin. Nein, mein Schreibtisch wurde gleich in der ersten Woche umgestellt. Jetzt kann ich meine Kollegen auch mal beim Kopieren beobachten -  kleiner Joke am Rande. Besser gesagt mit der Tür im Rücken, lässt es sich nach Feng-Shui nicht gut arbeiten. Ich hoffe Ihr stimmt mir auch zu?!

Als "Bio-Neuling" würde ich mich übrigens nicht bezeichnen: In meiner Freizeit kann ich einige Stunden beim Einkauf von Lebensmitteln in Bioläden verbringen.

Jedes neue Produkt muss genaustens analysiert werden. Wenn die Zutatenliste überzeugt, muss es dann auch probiert werden. Kochen, Essen und Neues auszuprobieren, das ist meine Leidenschaft. Das ist schon seit meiner Kindheit so, weil ich meine Mutter beim Einkauf in Reformhäusern und Naturkostfachgeschäften begleitet habe. Meine Freunde kannten zu dieser Zeit noch nicht mal das Wort „Tofu“…

 

"Bioläden kenne ich - und auf den Rest freue ich mich!"

Mit meinem Betriebswirtschaftsstudium (Schwerpunkt: Marketing) an der Fachhochschule Rosenheim bringe ich die Voraussetzung für die Trainee-Ausbildung als Hochschulabsolventin mit. Während und nach meines Bachelors habe ich bereits in viele verschiedene Bereiche und Branchen hineingeschaut und wertvolle Erfahrungen gesammelt.

Von der Küchenhilfe und Bedienung über den Verkauf von Mode, dem Abkassieren, der Arbeit im Online Marketing und in einer Werbeagentur bis hin zur Mitarbeit im Landwirtschaftlichen Betrieb meiner Eltern in der Pfalz. – Die Liste geht noch weiter.

 

Okay - in der Bio-Branche gearbeitet habe ich vorher noch nicht, aber genau deshalb nehme ich jetzt am Traineeprogramm im Ökolandbau teil. Immer ein Stück mehr über Bio und die Menschen dahinter zu erfahren, das macht einfach Spaß. Ich freue mich auf neue Herausforderungen, eine gute Teamarbeit und darauf jeden einzelnen aus der Bio-Branche kennen zu lernen, egal ob off- oder online. 😉

 

 

Ich wurde gefragt, was genau bedeutet „Trainee im Ökolandbau“?

Innerhalb von einem Jahr werde ich elf Monate in der Kommunikationsberatung bei Klaus Braun mitarbeiten und vier Wochen ein Training off-the-job belegen. Dies sorgt für ein breites Verständnis der Wertschöpfungskette und branchenspezifische Zusatzqualifikationen.  Das Traineeprogramm wird im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) durchgeführt. Dort werden auch Methoden zum Projektmanagement, Präsentation und Kommunikation vermittelt – Dinge, die mir auch in meiner Tätigkeit als Berater helfen werden. So bringe ich nicht nur frischen Wind, sondern auch neue Ideen und Werkzeuge ins Team ein. Aber nicht nur das Team bei Klaus Braun hat sich mit mir und Monika zu 50% verändert, nein auch in der Biobranche ist aus meiner Sicht der Drang nach Veränderung zu erkennen.


Der Naturkosthandel im Wandel?

In unseren beiden Facebook Gruppen „Erfahrungsaustausch im Naturkosthandel“  und „Online Marketing im Bioladen“  durfte ich schon tatkräftig mitwirken und erkennen, unter Fachhändlern wird einem bei spezifischen Fragen geholfen und über Erfahrungen, Ideen und neue Projekte gesprochen.

 

 

Das gleiche kann ich auch im Bezug auf die Teilnahme bei einer Erfahrungsaustauschgruppe bestätigen. Hier herrscht keineswegs Konkurrenzdenken zwischen Fachhändlern. Viel mehr hört man sich gegenseitig zu, informiert sich über Neuigkeiten aus der Branche und gibt Tipps. Themen wie Ladengestaltung, das Verpackungsgesetz (VerpackG) und die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) standen auf der Tagesordnung.

 

Besonders durch die Teilnahme am 7. Markgespräch wurden die aktuellen Herausforderungen in der Branche für mich deutlich: Es wurde nicht nur über mögliche Genossenschaftsformen, Einkaufspartnerschaften und über die Generation, die „Millenials“ gesprochen. Nein, es wurde natürlich auch über die Koalitionen zwischen demeter und Kaufland, sowie Bioland und Lidl gesprochen. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand eine klare Abgrenzung zwischen dem EU-Bio und der Verbandware, die offiziell nicht im Lebensmitteleinzelhandel vertreten war. Ein heiß diskutiertes Thema, das bei dem ein oder anderen für Empörung sorgt. Einige Biofachhändler fühlen sich hintergangen! Doch ein Argument hat mich am Marktgespräch besänftigt und mir zu verstehen gegeben, es gibt immer eine andere Seite der Medaille, die es gilt zu verstehen. Denn es bestanden bereits vor dem Zusammenschluss Handelsbeziehungen zwischen einzelnen Bio-Herstellern u.a. mit Kaufland und Lidl, die ihre gesamte Produktionsmenge nicht im Fachhandel absetzten konnten. Ein Dilemma, wie ich finde. Der Verband hat dies erkannt und reagiert. Nun gilt es neue Wege zu gehen um den Fachhandel zu stärken. Neue Konzepte zu finden, wie sich regional zu verbünden, könnten neue Ansätze sein.


Für mich persönlich steht nach den ersten Wochen vor allem folgendes Fazit fest:

 

„Der Kunden steht im Fokus.

Und der Wunsch mehr Menschen für Bio zu begeistern,
das ist was die gesamte Bio-Branche möchte!“


Und das können wir auch gemeinsam erreichen!

Ihr habt eine Idee und möchtet einen Naturkostladen eröffnen, umgestalten oder braucht eine individuelle Beratung?  Es werde neben Klaus, Simon und Monika auch ich alles geben, um euch bei allen Fragen zu unterstützen. Ich freue mich drauf!

 

Eure Franca

 

 

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